Partnerschule Mtito Andei

Kinder der Partnerschule in Kenia

Im Schuljahr 2009/2010 haben wir damit begonnen, eine Partnerschaft zu einer Schule in Kenia aufzubauen. Hier sind die wesentlichen Informationen dazu:

Wie ist es zu diesem Projekt gekommen?

Der Vorsitzende des Blauen Kreuzes in Deutschland, Dr. med. Klaus Richter, besuchte vor einiger Zeit den Blaukreuz-Verein in Eiserfeld. Hier berichtete er vom Kenia-Projekt, einer Initiative des Diakonie-Krankenhauses Elbingerode/Harz in Kooperation mit dem Blauen Kreuz und dem Diakonissenmutterhaus in Elbingerode. Die Mitarbeiter des Kenia-Projekts kümmern sich um Straßenkinder, Slumkinder und Waisen, betreuen Suchtkranke und führen Maßnahmen zur Suchtvorbeugung durch. Die Not ist groß. Alle Bemühungen sind dabei als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht. Klaus Richter war selbst mehrere Male in Kenia und koordiniert das Projekt. Auf unsere Anfrage hin hat er bei einem seiner Besuche Kontakt zu einer Schule aufgenommen und die Möglichkeiten einer Partnerschaft ausgelotet. In mehreren Berichten mit Fotos hat Klaus Richter uns dann eine Schule in einem Ort vorgestellt, in dem das Kenia-Projekt auch ein Kinderheim unterhält.
(Infos unter: www.kenia-projekt.de)

Karte Kenia

Um welche Schule geht es?

Die Schule heißt „Miangeni Primary School“ und befindet sich in Mtito Andei, südöstlich von Nairobi im Kibwezi District. Insgesamt 331 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule und verteilen sich auf die Klassen 1-8. Außerdem gibt es eine Art Vorschule. Das Kollegium besteht zurzeit aus 10 Personen. 7 davon werden von der Regierung bezahlt, 3 von den Eltern. Die Rektorin (Headteacher) heißt Salome Maundu. In einem Eltern-Komitee treffen sich Vertreter jeder Klasse, ganz ähnlich wie bei uns.

Was sind die wesentlichen Ziele einer Partnerschaft?

  • „Blick über den Tellerrand“: Kennenlernen einer anderen Kultur; Sensibilisierung für andere (deutlich schlechtere) Rahmenbedingungen für das gemeinsame Leben und Lernen
  • „Praktische Völkerverständigung“: kommunikativer Austausch zwischen Lehrern, Eltern und Schülern anhand von Briefkontakten
  • „Helfen“: finanzielle Unterstützung der Partnerschule (z.B. Spendensammlungen bei Schulveranstaltungen)

Die ersten Schritte

Der Anfang ist gemacht: Klaus Richter hat unsere Spenden aus dem letzten Schuljahr vor Ort übergeben: Sie wurden für die Erneuerung des Küchenhauses sowie für die Errichtung von Jungentoiletten eingesetzt. Gut zu wissen, dass jeder Euro angekommt!

Nun wird es darum gehen, dass die Schulen sich und ihre Arbeit vorstellen, damit man sich besser kennenlernt. Ein erstes Paket mit Briefen aus Kenia ist bereits eingetroffen. Rektorin, Lehrkräfte, Eltern und Schüler haben geschrieben. Wir haben unsererseits (Lehrkräfte, Elternvertreter, Klassen 3a und 4a mit ihren Englisch-Lehrerinnen) die Briefe beantwortet und Klaus Richter hat sie vor Ort übergeben. Der direkte Kontakt wird auch weiterhin über ihn gepflegt werden.

Im Juni 2010 haben Klaus und Paul, einer der kenianischen Mitarbeiter und "Chef" des Kinderheims, unsere Schule besucht und aus Kenia berichtet.

Die Thematik soll auch im Unterricht einbezogen werden, so dass die Kinder unmittelbar daran teilhaben. In der Schule ist außerdem eine Pinnwand für Nachrichten, Bilder und Texte aus Kenia reserviert.

Wissenswertes über Kenia „abseits der üblichen Touristenpfade“:

  • 600.000 Straßenkinder
  • 7 Prozent HIV-Infizierte und 500 Aidstote täglich
  • eine Lebenserwartung von unter 50 Jahren
  • verbreitete Bestechungskultur
  • wachsende Kriminalität
  • häufig ethnische und politische Spannungen bei über 40 verschiedenen Stämmen