Eine aufregende Verabredung im Kreishaus

Besuch im Kreishaus

Salchendorf. Mal kein Besuch im Museum für Gegenwartskunst oder der Nikolaikirche und auch kein Stadtrundgang, sondern ein ganz besonderes Treffen stand für uns an diesem Dienstagmorgen auf dem Programm.

Mit unserer Klassenlehrerin Simone Klein fuhren wir mit dem Bus nach Siegen zum Kreishaus, um den Mann zu interviewen, der seit einigen Monaten die Aufsicht über 26 Grundschulen des Kreises Siegen-Wittgenstein übernommen hat. Er nahm sich zwei Stunden Zeit für uns, um auf unsere vielen Fragen zu antworten.

Zuerst schauten wir uns natürlich sein Büro an. Dort entdeckten wir „die Bärenschule“, die wir aus unserem Sekretariat kannten: Ein Glaskasten, in dem Bärchen auf kleinen Schulbänken sitzen. Michael Utsch hat sie mitgenommen in sein neues Büro! Wir sahen auch ein Foto von den Kindern, die er zuletzt in Mathematik unterrichtet hat.

Er hat extra ein bisschen für uns den Schreibtisch aufgeräumt. Dort steht sein Computer, mit dem er viel arbeitet. Damit er keinen von seinen vielen Terminen vergisst, hat er seinen Terminkalender jetzt im Computer. Wir lernten auch seine Mitarbeiterinnen und seinen Kollegen Peter Sziburies kennen, der für die restlichen der insgesamt 52 Grundschulen zuständig ist. Toll war, dass wir Kekse und Seifenblasen geschenkt bekamen!

Für das Interview gingen wir in einen Besprechungsraum, der in einem Nachbargebäude war. Früher war das mal ein Gymnasium. Zum Glück hatte Michael Utsch für Kekse und Mineralwasser gesorgt, denn in der Eile hatten wir unsere Frühstückssachen in der Schule vergessen. Wir erfuhren eine ganze Menge über seinen neuen Beruf, denn wir hatten uns gute Fragen einfallen lassen, fand Michael Utsch. Er erklärte uns, dass er in der Schulaufsicht – so ähnlich wie in der Pausenaufsicht – dafür sorgt, dass sich alle Kinder, ihre Lehrerinnen und Lehrer und auch die Eltern in der Schule wohl fühlen. Jedes Kind soll gut lernen können. Besonders die Kinder, die noch kein Deutsch verstehen, weil sie aus einem anderen Land flüchten mussten, brauchen viel Unterstützung. Außerdem müssen an jeder Schule genügend Lehrerinnen und Lehrer sein, die sich um die 9263 Grundschüler des Kreises-Siegen-Wittgenstein kümmern. In jeder Woche hat Michael Utsch ungefähr acht Besprechungen in den Schulen, für die er zuständig ist. Manchmal wird er auch eingeladen, wenn z.B. ein „grünes“ Klassenzimmer (eine Möglichkeit, draußen Unterricht zu machen) eingeweiht wird oder eine besondere Feier stattfindet. Er führt sehr viele Gespräche am Telefon.

Auf die Frage, ob ihm denn seine neue Arbeit Spaß mache, meinte er: „Es gibt schöne Aufgaben und auch unangenehme Dinge, so wie in jedem Beruf. Aber meistens macht mir meine neue Arbeit Spaß.“ Natürlich vermisst er manchmal das Zusammensein mit den Kindern, aber es gibt kaum Zeit, darüber nachzudenken. In seiner Freizeit macht er gerne Musik auf dem Klavier und der Gitarre, leitet einen Chor und spielt Tischtennis.

Und dann war es soweit: Wir stiegen in den Lastenaufzug des Kreishauses, fuhren bis in die 14. Etage und durften auf der Dachterrasse, die ca. 50 Meter hoch ist, über die Stadt Siegen schauen. Wieder unten angekommen wollten wir von dem Mitarbeiter an der Information noch wissen, wie viele Menschen im Kreishaus beschäftigt sind. Wir waren überrascht, dass es ca. 750 Leute sind. Auf dem Vorplatz des Kreishauses hieß es dann: „Wer kann die größten Seifenblasen machen?“ und „Wer kann die meisten Seifenblasen fangen?“ Michael Utsch musste sich jetzt von uns verabschieden, um pünktlich an einer Grundschule in Hilchenbach zu sein, die auf seinen Besuch wartete.

Er wünschte uns ganz viel Erfolg an der weiterführenden Schule, denn für uns fängt nach den Sommerferien auch etwas Neues an!

Namen der Kinder:
Mara, Sidelya, Alkan, Esna, Ebu, Stella, Christian, Sofia, Leon, Iwan, Johannes, Jason

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